
Die Tatsache, dass ein Private Equity-Unternehmen an einer Börse notiert ist, stellt keine Einschränkung hinsichtlich des Kerngeschäfts, dem Investieren in private Unternehmen, dar.
Die Bezeichnung “Private Equity” enwickelte sich Anfang der 80er Jahre mit dem Aufkommen grosser Buyout-Aktivitäten in den USA.
Im Kern bezeichnet eine Private Equity-Investition eine Beteiligung an einem nicht-börsennotierten Unternehmens bzw. eine Aquisition eines nicht-börsennotierten Unternehmens. In den meisten Fällen geht eine Private Equity-Investition mit einem personellen Wechsel im Management des betreffenden Unternehmens einher.
Im Hinblick auf den Investitions-Stil wird sowohl im börsennotierten als auch im nicht-börsennotierten Bereich zwischen einer Buyout-, Venture- oder Growth-Investition unterschieden. Hinsichtlich des Finanzierungs-Stils wird zwischen einer reinen Eigenkapitalfinanzierung, einer Mezzaninefinanzierung und einer Kreditfinanzierung unterschieden.
Eine Investition in ein Listed Private Equity-Unternehmen unterscheidet sich hinsichtlich der ökonomischen Charakteristika nicht von einer Investition in ein nicht-börsennotiertes Private Equity-Unternehmen („limited partnership“). Im Gegenteil: aus Sicht eines Investors zeichnet sich eine Anlage in ein Listed Private Equity-Unternehmen duch eine hohe Liquidität, Transparenz und Diversifikation aus (siehe auch „Vorteile von LPE“).