Natürliches Monopol

Infrastruktureinrichtungen sind weiterhin durch eindeutige ökonomische Merkmale gekennzeichnet. Dazu gehören insbesondere ein geringer Wettbewerb, Skaleneffekte sowie hohe Markteintrittsbarrieren. Vor diesem Hintergrund sind Infrastruktureinrichtungen durch eine natürliche Monopolstellung gekennzeichnet.
 

Eine natürliche Monopolstellung ergibt sich insbesondere dann, wenn ein einziger Produzent die relevante Nachfrage am effizientesten bedienen kann (z.B. ist es wirtschaftlich nicht sinnvoll, einen Tunnel direkt neben einem bereits existierenden Tunnel zu bauen und zu bewirtschaften).

 
Ein natürliches Monopol ist durch folgende ökonomischen Merkmale gekennzeichnet:


Hohe Markteintrittsbarrieren - Infrastruktureinrichtungen sind sehr kapitalintensiv und bedürfen in der Regel einer hohen Anfangsinvestition (versunkene Kosten). Darüber hinaus weisen sie überdurchschnittliche hohe Planungs- und Bauzeiten auf. Die effizienteste Form der Versorgung für die erbrachten Güter und Dienstleistungen wird durch einen einzigen Produzent erzielt.


Skaleneffekte - Infrastruktureinrichtungen weisen Kostenvorteile bei Ausdehnung der Produktion auf. Der Begriff "Skaleneffekte" bezieht sich dabei auf die Tatsache, dass die durchschnittlichen Kosten pro Einheit eines Herstellers bei Ausdehnung der Produktion sinken (z.B. sieht sich der Betreiber einer Mautstraße kaum zusätzlicher Kosten gegenüber, wenn sich die Zahl der Fahrzeuge erhöht).


Unelastische Nachfrage für die angebotenen Güter und Dienstleistungen - Infrastrukturanlagen stellen die grundlegenden Güter und Dienstleistungen bereit, die notwendig sind, um wirtschaftliches Wachstum zu gewährleisten. Dementsprechend ist die Nachfrage nach Infrastrukturgütern und Dienstleistungen vergleichsweise konstant und preisunelastisch (z.B. weisen Haushalte und Unternehmen eine kontinuierliche und nahezu konstante Nachfrage nach Wasser auf).

 


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